Hallo Interessierte,

die Karte für den Monat Februar ist zugleich auch die kollektive Wesenskarte für das gerade angebrochene Jahr 2020, nämlich das Große Arkanum XV, Der Teufel. Deshalb habe ich den Text etwas länger gehalten als sonst: Die Energie, die der Tarot als Teufel bezeichnet, ist vielen Menschen nicht unbedingt auf Anhieb willkommen, was nicht zuletzt an ihrer „religiösen“ Verfälschung liegt. Doch der Grundsatz „Was ich nicht sehen will, das gibt es auch nicht…“ wird auf Dauer niemals erfolgreich sein, weil wir alle unseren verborgenen Seiten immer wieder begegnen müssen. Wenn wir dies allerdings bereitwillig tun, werden wir große Kraft daraus gewinnen, dass wir Licht ins Dunkel unserer Schattenseiten bringen, für welche diese Karte steht. Sie rät uns, dass wir unseren wahren Charakter nicht vor anderen und insbesondere vor uns selbst verstecken sollten. Wenn die Karte Der Teufel läuft, sind wir dazu aufgefordert, all das, was uns an uns selbst unheimlich ist, ans Licht zu holen. Der Teufel steht für die Wesenszüge an uns selbst und auch an anderen Menschen, die wir nicht länger im Dunklen ihr Dasein fristen lassen, sondern wertfrei auf uns wirken lassen sollten. Wenn wir alle Kräfte in uns und um uns akzeptieren, werden wir erkennen, dass alles – ALLES!!! – seinen höheren Sinn hat, auch wenn wir diesen mit unseren kleinen Gehirnen nicht immer auf Anhieb verstehen können. So können wir ein enormes, bislang schlummerndes Kraftpotenzial entfalten und ins Tagesbewusstsein bringen.

Der kommende Monat und auch das ganze Jahr 2020 steht unter der Prämisse, dass Vieles, was bislang versteckt wurde, nun verstärkt ans Licht drängt - gut so! Früher oder später sollte jeder Mensch auf seiner Lebensreise damit beginnen, seine Interessen über seine äußeren Werte hinaus auf ganz bestimmte innere Werte zu richten. Wer seinen Blick nach Innen richtet, wird dort die andere Seite der Welt entdecken und, wenn er den Mut dazu hat, diese auch zunehmend entwickeln. Doch ist so gut wie jeder Mensch so erzogen, dass er seine Energie anfangs nur nach Außen richtet und nur dort seine Umstände regelt. Entsprechend dieser Ausrichtung sucht er auch den Sinn und die Werte seines Lebens ausschließlich im Äußeren. Doch ist dies tatsächlich bestenfalls die Hälfte des Lebenssinnes. Nur wer seinen Blick nach Innen, ins bislang Unbewusste richtet, kann dort die wahren und zeitlosen Werte entdecken. Er wird sogar feststellen, dass im Grunde jeder Mensch dasselbe sucht. Geborgenheit z.B., Anerkennung, Selbstwert, in einem Wort ausgedrückt die Liebe sind Werte, die man nicht kaufen kann. Und wer diese menschlichen Grundwerte nur über äußere Anstrengungen erreichen will, wird früher oder später an seine Grenzen stoßen. Wer damit beginnt, seine innere Welt zu erforschen, wird sich dort allerdings nicht nur in einer schönen lichtvollen Welt wiederfinden und ausnahmslos seinen Stärken begegnen. Auch unsere Schwächen, unsere Verletzungen und Fehler fristen dort ihr Dasein.

Jeder Mensch trägt unerlöste Eigenschaften wie etwa Wut, Gier, Kleinlichkeit oder Eifersucht mit sich herum. Und nur, wer sich mit diesen finsteren und ungeliebten menschlichen Energien auseinandersetzt, kann zur Ganzheit gelangen, indem er diese dunklen Wesenszüge transformiert und erlöst. Der Weg zur Entwicklung des wahren Selbst verlangt zwingend von uns, uns auch jenen Eigenschaften zu stellen, die man gemeinhin als teuflisch abqualifiziert und verurteilt. (Ur-Teil!). Wer seine Schattenseiten auf Dauer verdrängen will, wird sogar immer stärker von ihnen ablenken müssen. Der Aufwand und somit der Energieverlust wird immer größer werden, wenn man dem aus dem Wege gehen möchte, was zwar auch zu uns gehört, was wir aber nicht sehen wollen. Diese Energie wieder herzustellen, ist die Chance, wie wir im Februar erhalten. Im Grunde lassen sich unsere gesamten Motivationskräfte auf zwei Urpole reduzieren, nämlich Liebe und Angst. All das, wovor wir Angst haben, finden wir im Tarot in der Karte Der Teufel symbolisiert und konzentriert.

Ein esoterisches Gesetz besagt, dass sich all das, dem wir in uns selbst nicht begegnen wollen und das wir im inneren Gefängnis des Unbewussten verstecken, dann eben im Außen manifestiert. Dort begegnet es uns dann als äußere Umstände. Wenn unser Intellekt es besser wissen will und wir lange genug den Ruf unserer Seele verleugnen, dann müssen uns halt die äußeren Umstände darauf aufmerksam machen, welche Energien gerade ans Licht und transformiert werden wollen. (Wie Innen so Außen - wie Außen so Innen…) Kräfte wie Gier, Neid, Aggression etc. lassen sich an anderen leichter verurteilen, als sich ihnen an sich selbst zu stellen. Doch wie lange?

Im Februar werden wir wahrscheinlich vielen Möglichkeiten begegnen, die äußere Welt zu verurteilen. Doch der tiefergründige Sinn dieser äußeren Umstände ist, dass wir uns genauer als sonst ansehen sollten, was wir an Schattenseiten mit uns herumtragen. Wenn wir unser Urteil über diese Kräfte ablegen und uns offen mit ihnen auseinandersetzen, kann aus Wut beispielsweise Vorwärtsdrang resultieren, aus Gier wird die Fähigkeit zu genießen und unsere Eifersucht kann uns zeigen, dass wir selbst es sind, die Angst vor echter Nähe haben. Unbewusste, verdrängte Anteile können so ans Licht gelangen und geheilt werden. Der Februar, dessen Abende ja immer noch kalt und dunkel sind, bietet uns die Gelegenheit, hier etwas für unser wahres Selbst zu tun. Viel Spaß beim Transformieren

Armin Denner Tarot-Beratungen

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