Hallo Interessierte,

für den Monat Juni habe ich den Prinz der Schwerter aus dem Crowley Tarot gezogen, der uns die Möglichkeit anbietet, uns bewusst von veralteten und uns einschränkenden Leitgedanken zu trennen. Er setzt die Aufforderung des Narren im letzten Monat nahtlos fort, denn nur wer sich von längst überholtem Gedankengut befreit hat, kann sich den neuen Inspirationen des Narren gegenüber überhaupt gebührend öffnen. Optimal wäre, wenn man sich bei seiner Vergangenheit innerlich bedanken kann, bevor man sie dann hinter sich lässt.

Die allgemein verbreitete Ansicht über das Denken ist, dass Gedanken in unserem Kopf entstehen und dass nur wir selbst es sind, die sie produzieren. Die Antwort des Tarot auf die Frage, wie Gedanken denn überhaupt entstehen, kommt allerdings aus einer grundlegend anderen Perspektive heraus. Der Tarot geht davon aus, dass alle Gedanken bereits im feinstofflichen Äther, im Quantenfeld vorhanden sind. Unabhängig davon, ob ein Mensch einen Gedanken bereits gedacht hat oder auch nicht, ist jeder Gedanke als feinstoffliche Energie seit Anbeginn der Schöpfung immer schon existent. Dies bedeutet: Nicht die Materie erschafft den Geist, sondern der Geist ist es, der die Materie erschafft! Mit anderen Worten: Energie folgt stets der Aufmerksamkeit.

Das Gehirn des Menschen dient hierzu als Empfänger. Es kann nur jene Gedanken aufnehmen, für die es auch bereit ist. Es verbindet die „eingefangenen“ Gedanken und bringt sie in Bezug mit bereits Erkanntem. Inwieweit ein Mensch diese universelle Gedankenenergie wahrnehmen kann, entscheidet der Bewusstseinsstand dieses Menschen. Seine Kultur, Erziehung, Bildung usw. sind die maßgeblichen Faktoren, die darüber bestimmen, ob ein Mensch gedanklich offen ist oder auch noch verschlossen. Je weniger sich ein Mensch seinen Inspirationen gegenüber verschließt, umso leichter können ihn neue Ideen erreichen. Er hat einen Ein-Fall! (Was für ein Zu-Fall…)

Unsere anerzogene Matrix bläut uns ein, dass nicht sein kann, was für unser Vorstellungsvermögen nicht möglich ist. Der schöpferische Grundgedanke ist jedoch, dass es im Universum schlichtweg nichts Unmögliches gibt. Alles ist für den möglich, der dazu bereit ist, der offen ist. Was einen Gedanken an seiner Verwirklichung hindert, ist niemals das Universum, sondern immer nur unsere Verschlossenheit Neuem gegenüber.

Jeder Gedanke ist ein Energiepotenzial mit der Grundtendenz, verwirklicht zu werden. Früher oder später wird sich jeder Gedanke verdichten, doch immer erst dann, wenn die Zeit für ihn reif ist. Wer hätte vor hundert Jahren für möglich gehalten, dass wir in ein paar Stunden einen anderen Kontinent erreichen können, dass Computer Maschinen steuern und Roboter Rasen mähen? Das Internet wäre vor hundert oder hundertfünfzig Jahren noch „undenkbar“ gewesen – und ist heute greifbare Realität. Warum? Weil jemand irgendwann offen genug war, sich diesem Gedanken gegenüber zu öffnen und ihn dann schrittweise mit weiteren Gedanken zu verbinden, und diese dann in die Tat umzusetzen. Zwischen einem Gedenken und seiner grobstofflichen Verwirklichung steht immer nur eine gewisse Zeit.

Wir sollten uns an den Gedanken gewöhnen, dass letztlich nichts, absolut nichts unmöglich ist! Der Prinz ermöglicht uns dabei, uns von den alten Gedanken zu lösen, die für uns nicht mehr zeitgemäß sind und nur noch den Weg versperren für neue Ideen, die uns erreichen wollen.

Viel Spaß beim Einfälle Fangen…

https://tarotproject.com/