Das Grundgesetzt feiert in dieser Woche seinen 70. Geburtstag. Am 23. Mai 1949 wurde das
Grundgesetz feierlich verkündet und die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Nach zwei
Weltkriegen und zwölf Jahren Nationalsozialismus wollten die Väter des Grundgesetzes der
neuen Bundesrepublik eine Verfassung geben, deren Schwerpunkt die Würde jedes Einzelnen
ist. An der Spitze der Verfassung stehen der Mensch und seine Rechte, die sogenannten Grundrechte. In den Grundrechten ist geregelt, dass der Staat alle Menschen gleich behandeln muss und dass jeder seine Meinung frei äußern darf. Der am meisten zitierte Artikel aus dem Grundgesetz lautet wohl: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Damit ist fest gelegt, dass Menschenwürde nicht nur der Erfolgreiche genießt, der Begabte, der Vermögende sondern der Mensch, weil er Mensch ist. Der Satz ist ein Versprechen. Er betrifft jeden, auch Häftlinge, Asylbewerber, psychisch Kranke und Alte. Das Grundgesetz ist die Basis unserer Demokratie, das Fundament unseres Zusammenlebens. Täglich nutzen wir die Freiheiten, die es uns gibt. Die Artikel des Grundgesetzes stehen über allen anderen deutschen Rechtsnormen. Die sogenannte "Ewigkeitsklausel" schützt davor, dass das Wesen des Grundgesetzes verändert werden kann. Das Grundgesetz hat sich bewährt. Es ist sein Verdienst, dass die Bundesrepublik eine historisch einzigartig lange Epoche von 70 Jahren Frieden und Demokratie durchleben konnte.

Der Herrscher genießt hohes Ansehen und Stärke in der irdischen Welt. Er schafft Ordnung und Sicherheit und er verkörpert Gesetzgeber und Gesetz. Seine Macht übt er im Dienste des Rechts aus und seine Autorität macht Zwang überflüssig. Entscheidungen trifft er auf der Basis von Vernunft, Handeln aus dem Bauch heraus hält er für abwegig. Streng hütet er die Gesetze und wacht unbestechlich darüber, dass die Regeln eingehalten werden von den Mächtigen und von den Geringen. Indem er Grenzen setzt und Strukturen schafft, bietet er uns Halt und Orientierung. Er leitet und führt die Menschen, dabei übernimmt er Verantwortung für die Gesellschaft. Seine Klarheit, Konsequenz und Kontinuität bieten Schutz und Stabilität. Er bewahrt Distanz und kann dich nicht in den Arm nehmen und trösten aber du wirst dich immer auf ihn verlassen können. So wie auf das Gesetz, das in demokratischen Gesellschaften nicht gedreht und angepasst werden kann.

Veröffentlichung der Tarotkarte mit freundlicher Genehmigung von www.koenigsfurt-
urania.com.

 Ursula Dimper

Tarot München