Um dem werten Leser die Tarot Conference 2019 in London schmackhaft zu machen, berichtet Thorsten Adrian von der

Tarot Conference 2018 in London

Bisher wurde unter der Rubrik Bericht aus den Regionen von unseren Tarot-Stamm­tischen aus den verschiedenen Städten berichtet. In dieser Ausgabe möchte ich den Begriff Region gerne etwas ausdehnen und einmal nicht von einem Stammtisch berichten. Vielmehr möchte ich Euch auf eine Reise nach London/Großbritannien mitnehmen zur britischen Tarot Conference 2018.

Das waren aufregende Tage! Von Freitag bis Samstag, 19. und 20. Oktober 2018, folgten wir dem Aufruf zur Tarot-Conference in das HOLIDAY INN– Hotel nach Kensington in London. Wir, das waren Kirsten und ROE Buchholzer, Heike Werthmann, Katrin Bünning und ich selbst.

Gastgeberin war Kim Arnold, die diese Conference vor 16 Jahren ins Leben gerufen hat und auch nebenbei noch andere Festivals organisiert. In diesem Jahr war die Conference unter anderem mit hochkarätigen Referentinnen wie Rachel (Grace) Pollack und Benebell Wen aus den USA besetzt. Rund 70 Teilnehmer waren gekommen. Der Ablauf der Conference entsprach dem jährlichen Tarot-Sonntag unseres Verbands mit Vorträgen, Workshops und einem Markt der Möglichkeiten, auf dem es viel zu sehen, zu kaufen und Kontakte zu knüpfen gab. Das tat auch der Tarot e.V., denn wir waren mit einem kleinen Stand vertreten, konnten viele Gespräche führen und sogar ein neues Mitglied werben: Beate, eine Studentin aus Deutschland, die zurzeit in London studiert.

Wie bereits erwähnt, die Tage waren gefüllt mit Vorträgen, Übungen und Workshops. Am ersten Tag gab uns Rachel Pollack tiefere Einblicke in den Teufel. Zunächst erklärte sie den Teufel aus dem Raziel-Tarot und verband diese magische Karte mit alten, jüdischen Geschichten bis zurück zu König Salomon. Mit diesen uralten Informationen zum Teufel vertieften wir unser Verständnis gegenüber dieser Karte und machten Übungen, in denen wir die Deutungen des Teufels mit neuen Facetten begreifen konnten.

Tero Hynynen aus Finnland zeigte Bilder und erzählte dazu spannende Geschichten über die historische Entwicklung der Karte Der Teufel. Mit Berichten über Mythologie, gegenwärtige Kunst, Pop-Kultur und dunkle Künste konnten wir unsere Horizonte zu dieser Karte regelrecht erweitern.

Benebell Wen führte uns in ihrem Workshop durch das Thema Der Tarot und seine 4 Säulen. Hier erarbeiteten wir uns mit Hilfe der Karten Der Hierophant, Die Kraft, Der Tod und Der Stern Lösungswege zur Selbsthilfe. Mit einem komplexen Legesystem suchten wir Antworten auf die Fragen:

- Was ist zu tun?

- Welchen Mut müssen wir dazu aufbringen?

- Wo müssen wir Ruhe und Geduld bewahren?

- Was ist es, das wir wissen und verstehen müssen?

Maria Luisa Salazar aus Peru verglich das Waite/Smith-Deck mit dem Osho Zen Tarot und Geraldine Beskin vom berühmten Atlantis Bookshop in London (in dem sich früher auch häufig Aleister Crowley aufhielt) teilte bisher unveröffentlichte Informationen und Geschichten aus dem Leben von Pamela Colman Smith mit uns. Dabei stellte sich heraus, dass das Hotel, in dem ich mich einquartiert hatte, ziemlich genau gegenüber dem Geburtshaus von Pamela lag. Daran kann man wieder einmal sehen, dass es keine Zufälle gibt…

Der zweite Tag ging so aufregend weiter wie der erste. Benebell Wen und Rachel Pollack regten uns in ihren Vorträgen und Workshops zu einer Reise in unsere Seele und die eigene „Unterwelt“ an. Benebell Wen stellte uns zum Abschluss sogar einen persönlichen passwortgesicherten Bereich auf ihrer Website zur Verfügung, auf dem wir Vorlagen und weitere Informationen kostenlos herunterladen dürfen.

Cilla Conway aus England erläuterte uns die Verbindungen zwischen Tarot und Orakeln und warum diese auch wirklich funktionieren. Linda MacLean führte mit uns einen Workshop zur Kabbalah und dem Baum der Sephiroth durch, gefolgt von Jo Watkins, die uns mit Übungen anleitete, um das Orakel im Tarot noch besser zu verstehen und damit auch unsere persönlichen Stärken noch weiter verbessern zu können.

Den Abend bzw. die Nacht (denn es war bereits weit nach 20:00 Uhr, als der erste Veranstaltungstag vorbei war) ließen wir in London/Soho in China-Town ausklingen, wobei ein typischer Pub-Besuch natürlich auch nicht fehlen durfte.

Die zwei Tage vergingen wie im Flug und mit einem Kopf voller Eindrücke und vielen neuen Ideen zum Tarot machte ich mich wieder auf die Rückreise. Rückblickend kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, dieses Ereignis nicht verpasst zu haben.

Zum Schluss meines Berichts möchte ich Euch noch einmal auf meinen Hinweis aus dem letzten Newsletter vom November 2018 aufmerksam machen:

Auch 2019 werden einige unserer Mitglieder wieder zur Tarot Conference nach London fahren. Kirsten und ROE werden außerdem eine damit verbundene Stadttour durch das esoterische London und eine Exkursion ins mystische Glastonbury anbieten. Wer daran Interesse hat, meldet sich bitte direkt bei Kirsten (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bis zum 31. Januar 2019. Die Vorlauffristen für Buchungen sind lang, wenn wir das Ganze günstig organisieren wollen. 

Ausführlichere Infos stehen in den NEWS - London calling - 2019 UK Tarot Conference auf dieser Homepage.

Also, vielleicht sehen wir uns dann im nächsten Jahr in London – auf der UK TAROT CONFERENCE 2019!?

Der Artikel erschien in Tarot Heute Ausgabe Januar 2019