Sie sind hier: Start Tarot-Geschichte
FacebookMySpaceTwitterGoogle BookmarksRSS Feed
Tarot-Geschichte
Beitragsseiten
Tarot-Geschichte
2
3
4
Alle Seiten

Die nachprüfbare Geschichte des Tarot ist eher kurz, für viele verblüffend kurz. Die Spuren der Karten verlieren sich im 14. Jahrhundert. Über die Zeit zuvor gibt es zahlreiche Ursprungslegenden, jedoch keinerlei Belege.

 

geschichte-mantegna

Mantegna Tarot

Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch

© Lo Scarabeo, Turin

www.koenigsfurt-urania.com


Erste Erwähnung finden Karten im 14. Jahrhundert. Am 25. Mai 1377 verbot der Magistrat der Stadt Florenz ein Kartenspiel namens "naibbe". Dieses Wort für Spielkarten hat sich als Naipes bis heute im spanischen erhalten. Eine erste ausführlichere Beschreibung verdanken wir Bruder Johannes, einem Dominikanermönch aus Rheinfelden bei Basel. In seinem Tractatus de moribus et disciplina humanae conversationis, der heute im Besitz des Britischen Museums in London ist, schreibt er unter anderem "Anno Domini 1374 kam ein Spiel zu uns, das eine Kartenspiel genannt wird, und das in wunderbarer Weise den Zustand dieser Welt beschreibt. Doch woher es stammt, wer es erfunden hat und was damit tut, entzieht sich meiner Kenntnis." Im weiteren beschreibt er ein Vierfarbenspiel mit jeweils 10 Zahlenkarten, Königen und anderen Hofkarten.

1939 wurde im Topkapi Museum von Istanbul ein Kartenspiel entdeckt, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und heute als Vorläufer unserer Spielkarten gilt. Es bestand ursprünglich aus 52 Karten, die sich in vier Sätze gliederten, in Schwerter, Stäbe, Kelche und Münzen. Jeder Satz bestand aus zehn Zahlenkarten und drei Hofkarten, einem Malik (König), einem Naib Malik (stellvertretende König) und dem Thani Naib (Stellvertreter des Stellvertreters). Vermutlich ist "Naibbe", der frühe Name der Karten aus diesen Bezeichnungen hervorgegangen. Es scheint, dass sie von den Mameluken stammen, die seit Mitte des 13. Jahrhunderts in Syrien und Ägypten herrschten.