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Was ist Tarot ?
Geschrieben von: Administrator RGB   
Dienstag, den 17. Januar 2012 um 15:43 Uhr
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Tarot französische Karten deutsche Karten
Stäbe Kreuz oder Treff Eichel
Schwerter Pik Blatt oder Grün
Kelche Herz Herz
Münzen Karo Schellen

 

 

Über den Hintergrund dieser vier Symbole ist viel spekuliert worden. Man hat sie mit den vier Ständen des Mittelalters in Verbindung gebracht, mit den vier heiligen Insignien der Kelten, als Attribute indischer Gottheiten vor allem aber auch als Entsprechungen der vier klassischen Elemente.

 

 

Tarot Stände des Mittelalters Insignien der Kelten Vier Elemente
kl_stabas Stäbe Bauern Lanze Feuer
kl_schwertas Schwerter Ritter Schwert (Excalibur) Luft
kl_kelchas Kelche Klerus Kelch (Gral) Wasser
kl_muenzas Münzen Kaufleute Schale Erde

 

 

Dabei fällt auf, dass die antike Elementelehre Feuer und Luft als männliche Elemente betrachtet, Wasser und Erde dagegen als weiblich. Eine entsprechende Unterscheidung findet sich bis heute in den französischen Spielkarten, wo die "männlichen" Karten Kreuz und Pik schwarz sind, im Unterschied zum rot der Farben Herz und Karo, die den weiblichen Elementen entsprechen.

Ob die Karten der Großen und der Kleinen Arkana ursprünglich zusammengehörten oder einander erst im Laufe der Zeit gefunden haben, ist ebenso ungewiss wie der Ursprung der Karten. Man fand Spuren, die vermuten lassen, dass die Kleinen Arkana im 14. Jahrhundert aus der islamischen Welt nach Europa kamen. Was aber auf diesen Karten zu sehen war, und was man mit ihnen tat, ob es sich um reine Spielkarten handelte, oder ob sie auch als Orakel befragt wurden, ist unbekannt. Noch weniger wissen wir über den Ursprung der für jeden Tarotkenner so viel bedeutsameren Karten der Großen Arkana. Sie tauchen erstmals etwa 1430 in einem italienischen Deck, dem Visconti Sforza Tarot, auf, und die Vermutungen über ihre Herkunft gehen - wie so oft beim Tarot - extrem auseinander. Während die einen aus der Tatsache, dass die Karten erstmals im frühen 15. Jahrhundert erschienen, recht pragmatisch folgern, dass sie wohl auch in dieser Zeit der italienischen Renaissance entstanden sind, gehen andere viel weiter zurück. Sie vermuten, mit den Großen Arkana nicht weniger als das Weisheitsbuch der altägyptischen Priesterkaste in den Händen zu halten, das mehrere tausend Jahre nur in allergeheimsten Kreisen weitergeben wurde bis es dann im 15. Jahrhundert erstmals ins Licht der Öffentlichkeit kam, ohne dass seine wahre Natur erkannt wurde. Denn die esoterische Bedeutung der Tarotsymbolik wurde erst 1781 von Court de Gebelin, einem französischen Gelehrten, beim Kartenspiel in einem Pariser Salon entdeckt.

Zu den vielen fantasievollen Geschichten, die sich um den geheimnisvollen Ursprung ranken, gehört auch die Vermutung, dass die Tarotkarten durch Moses, der als Hoherpriester in die ägyptischen Mysterien eingeweiht war, mit dem Auszug des Volkes Israel nach Palästina kamen. Dort sollen sie eine Verbindung mit der Kabbala eingegangen sein, jener jüdischen Geheimlehre, die unter anderem in den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets einen tiefen Symbolwert erkennt. Die zahlenmäßige Entsprechung der 22 Buchstaben dieses Alphabets mit den 22 Karten der Großen Arkana zählt zu den gewichtigsten Belegen dieser Ursprungsvermutung.

 



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. März 2013 um 12:19 Uhr